Der Verein

Im Jahr 1910 ist das Leben der einfachen Bevölkerung in Bayern hart und von Arbeit geprägt. Da ist es nicht verwunderlich, dass zu dieser Zeit der Bierpreis beinahe etwas Heiliges war. 24 Pfennige zahlte man für eine Mass Bier. Durch die permanente Aufrüstung des Militärs, fehlte Geld in der Staatskasse. Somit erließ Prinzregent Luitpold von Bayern am 18. März 1910 das sogenannte Malzaufschlaggesetz. Durch dieses Gesetz verteuerte sich das Bier um 2 Pfennig pro Mass. Wenn man bedenkt, dass zur selben Zeit ein Pfund Mehl 15 Pfennige kostete, war der Aufschlag enorm.

Vielerorts ließ sich das Volk diesen Aufschlag nicht gefallen und der sogenannte "Bierkrieg" nahm seinen Lauf. Natürlich regte sich auch in der Neuchinger Bevölkerung Widerstand. "Wenn wir alle nur noch billiges Bier trinken, dann müssen die Obrigen doch nachgeben.", dachten sich die Neuchinger. Zu diesem Zweck wurde am 22. Juni 1910 der Verein gegründet:

Die Bier-Konsumenten

Vier Jahre später, durch den Beginn des ersten Weltkrieges, hatten die Menschen andere Sorgen als den Bierpreis. Somit verlor sich die Spur des Neichinger Bierkonsumentenvereins bis...

... im Jahr 2023 der Kulturverein Neuching, anlässlich der 1250 Jahre Synode Neuching, ein Freilufttheater aufführte. Bei einer der fünf Episoden wird das Thema Bierkonsumentenverein wieder aufgegriffen. Seit diesen Tagen reifte der Gedanke bei einigen Neuchingern, diesen Verein wieder zum Leben zu erwecken.

Am 24. November 2025 ist es dann soweit. Beim "Alten Wirt" in Oberneuching wird von acht Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Neuching der Neichinger Bierkonsumentenverein "wieder" gegründet.

Vereins-"Wieder"gründung am 24. November 2025

v.l.: Jan Sigl (Beisitzer), Christian Becker (Beisitzer), Christian Srbeny (2. Kassier), Thomas Kestawitz (2. Vorsitzender), Martin Fink (1. Vorsitzender), Torsten Klimaschewski (1. Schriftführer), Betty Kestawitz (1. Kassier), Florian Fink (2. Schriftführer)